Networking in Deutschland | Studie Viking

Networking wird oft als extrem wichtig für die eigene Karriere dargestellt – aber viele tun es trotzdem nicht. Eine Studie von Viking hat 1000 deutsche Arbeitnehmer zu ihren Networking-Angewohnheiten befragt.

Katharina Forchhammer von Viking schreibt im Gastbeitrag über die interessanten Erkenntnisse, wie wir in Deutschland wirklich Netzwerken. Eines vorab: Wir können uns die Millennials auf jeden Fall zum Networking-Vorbild machen! 🙂

Erkenntnisse der Studie

Zwei Drittel der Deutschen betreiben demnach kein Networking, obwohl 70% der Netzwerkenden es als wichtig für ihre Karriere einschätzen. Die drei beliebtesten Arten zu netzwerken sind Arbeitskonferenzen (33%), mit Kontakten auf LinkedIn oder Xing zu sprechen (32%) sowie mit Kollegen zu Events zu gehen (29%).

Und warum netzwerken wir nicht mehr? Ein Drittel sagt, dass sie nicht genug Zeit dazu haben, jeder Zehnte findet keine passenden Events in der Nähe und 36% interessieren sich einfach nicht dafür.

Untätig sind viele von ihnen aber trotzdem nicht. Fast die Hälfte aller Umfragen-Teilnehmer trifft sich nämlich mindestens einmal im Jahr mit ehemaligen Kollegen oder beruflichen Kontakten, um über die Arbeit zu sprechen. Vor allem die Pflege von beruflichen Kontakten ist wohl eine gute Idee, denn 34% aller Befragten bekam dadurch ein Bewerbungsgespräch, einen Job oder eine Beförderung angeboten.

Außerdem zeigten sich die Deutschen auch durchaus hilfsbereit. Fast jeder Dritte Deutsche hat schon einmal andere bei ihrer Karriere unterstützt. 41% wären bereit dazu, wenn sich ihnen die Gelegenheit böte.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Frauen und Männer erhoffen sich vom Networking in etwa das gleiche, nämlich Leute aus der gleichen Branche kennenzulernen (50%), Menschen mit ähnlicher beruflicher Situation zu treffen (42%) und mit Personen in Kontakt zu kommen, die für Personalentscheidungen zuständig sind (21%).

Allerdings gibt es auch gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So stellte sich heraus, dass fast drei Viertel der Frauen nicht aktiv netzwerken, das sind 15% mehr als bei den männlichen Befragten. Außerdem netzwerken 41% der Männer, um potenzielle Kunden kennenzulernen (bei Frauen nur 32%) und ein Viertel möchte Personen mit Personalentscheidung zu treffen, was nur für 15% der Frauen ein Grund ist. Frauen erhoffen sich dagegen eher, durch Netzwerken Gleichgesinnte oder Mentoren kennenzulernen.

Außerdem war jeder fünfte Mann schon auf einer Rekrutierungsmesse, allerdings nur 11% der Frauen. Das schlägt sich auch in den Chancen nieder: 42% der Männer haben so Karrierechancen angeboten bekommen, während es bei den Frauen nur 30% sind.

Netzwerken lohnt sich – die Jungen machen’s vor

Networking wird besonders für junge Leute oft als besonders wichtig dargestellt. Umso erfreulicher, dass fast 60% der Millennials aktiv netzwerken. Bei den Teilnehmern der Generation 55+ ist es dafür nur knapp jeder Fünfte. Millennials schätzen Networking aber auch als viel wichtiger ein als der deutsche Durchschnitt: neun von zehn sagen, es sei wichtig für ihre Karriere.

Die Bemühungen der Millennials zahlen sich auch aus. Fast zwei Drittel konnten sowohl bei Rekrutierungsmessen als auch bei Workshops punkten. Auch das familiäre Umfeld ist gerade bei Millennials von Bedeutung: Die Hälfte von ihnen hat über die Eltern Karrierechancen erhalten, jeder Sechste sogar einen Job.

Über Viking

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